Übers Leben

Aktionen für deine Fastenzeit

Fastenzeit – 7 Wochen Verzicht?!
Als ob das Leben gerade nicht schon anstrengend genug wäre!
Keine Sorge! Unsere Aktionen für deine Fastenzeit fordern von dir nicht noch mehr Verzicht. Im Gegenteil.
Unsere Aktionen animieren dich dazu „Übers Leben“ nachzudenken:
Liebenswertes zu entdecken, Wesentliches zu tun, dich selbst besser kennenzulernen, Kraft zu sammeln, miteinander durchs Leben zu gehen und dabei vielleicht Gott zu entdecken.

Notiz­kalender

für deine Fastenzeit

Hol dir deinen individuellen Begleiter durch die Fastenzeit. Lass dich inspirieren, sortiere deine Gedanken, strukturiere deinen Alltag. Unser Aktionsheft begleitet dich durch acht Wochen. Du selbst datierst sie – Einstieg ist daher jederzeit möglich.

Zur Bestellung

Messenger-Impulse

für deine Fastenzeit

Melde dich mit deinem Messenger für regelmäßige Impulse durch die Fastenzeit an und erhalte inspirierende Gedanken direkt aufs Smartphone. Schicke dazu einfach eine Nachricht mit „Fastenzeit“ an 0177 / 53 88 752 und speichere diese Nummer als Kontakt in deinem Smartphone ein. Einstieg jederzeit möglich.

Social Media

Die gesamte Fastenzeit über kannst du in den sozialen Medien regelmäßige Impulse finden – 8 Wochen lange werden Songs, Zitate, Bilder und Impulse zum Nachdenken Übers Leben anregen.

@jurefhdh    @derbergonline    @hotspotbb    @kath.jugend.kirchheim

In Small Groups

durch die Fastenzeit

Connecte dich mit anderen jungen Menschen und begleitet euch gegenseitig durch die Fastenzeit. Einmal wöchentlich findet ein digitales Treffen statt. Mit Impulsen, Gesprächen, Wohltuendem.

Wir treffen uns immer sonntags von 20:15 – 21:00 Uhr auf Zoom.
Termine: 21.02./28.02./07.03./14.03./21.03./28.03./04.04./11.04.

Zoom-Meeting-ID: 891 7212 2932 – Kenncode: Fastenzeit

Zoom starten

Plakate

für euren Kreuzweg

Pflaster deine Stadt mit unseren Plakaten und/oder gestaltet damit einen corona-tauglichen Jugendkreuzweg. Die Plakate kannst du bis zum 12. März 2021 hier bestellen oder selbst downloaden und in den Druck geben.

Auslieferung der Plakate erfolgt ab 22. März 2021 jeweils im Set von 8 A2-Plakaten zum Preis von 12 Euro (zzgl. Versand).

Zur Bestellung

Kreuzweg

Mit den 8 Plakaten lässt sich ganz einfach ein Kreuzweg gestalten. Jedes Plakat verfügt über einen QR-Code, scannst du diesen ein, landest du direkt bei den Impulsen der Kreuzwegstation.

Wenn du in deiner Stadt einen Kreuzweg installieren willst, hänge die Plakate auf einer festgelegten Wegstrecke auf und informiere deine Zielgruppe per Flyer über die Route. Hier findest du dafür sogar eine Vorlage.

Downloads

Nutze unsere Materialien gerne zum Selbstausdrucken oder für deine eigenen Ideen.

Notizkalender für deine Fastenzeit Plakate für den Kreuzweg

Oster Mounttones

Ostern wird's auch in diesem Jahr bei dir Zuhause. Auf deinem Sofa, in deinem Wohnzimmer oder auf deinem Handy draußen am eigenen Osterfeuer.

Am Karsamtag-Abend streamen wir das Ostermounttones live. Mit viel guter Bandmusik, Songs zum Mitfeiern und Träumen und inspirierenden Gedanken übers Leben!

3. April 2021

20:30 Uhr, bei dir zuhause

Übers Leben - Aktionen für deine Fastenzeit

Eine Initiative von
Carolin Kolb, Jugendreferentin Kirchheim u. Teck
Carolin Christmann, Jugendreferentin Heidenheim
Andreas Chucherko, Jugendseelsorger Böblingen
Claudia Weiler, Geistliche Leitung DerBERG

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Erste.
Hier kannst du Über Wichtiges nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Wenn uns Dinge wichtig sind, …
Wenn uns Dinge wichtig sind, können wir Berge versetzen.
Wenn uns Dinge wichtig sind, können wir uns richtig mies fühlen, weil wir dem irgendwie nicht gerecht werden konnten.
Wenn uns Dinge wichtig sind, können wir uns selbst hingeben.
Wenn uns Dinge wichtig sind, …

Überlege: Was ist dir heute wichtig?
Oder sprecht darüber, was euch wichtig ist in eurem Leben.

In der Bibel steht, wie Jesus kurz vor seinem Tod zu seinen Freund*innen sagt:
Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
Johannes 15,11-14

Das war das Wichtigste für Jesus. Einander zu lieben.
Aus Liebe zu den Menschen übertrat er sogar viele der damaligen Gesetze.
Dafür bestrafte man ihn und plante seinen Tod.

Zum Anhören
Fynn Kliemann, Alles, was ich hab

„Ich tausch ein bisschen Mut gegen tolle Aussicht…“
Auf das eigene Herz zu hören, hören was einem wichtig ist und dann den Mut aufbringen es auch gegen alle Widrigkeiten zum Trotz durchzuziehen.

Wann tauschst du ein bisschen Mut? Gegen was?

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Zweite.
Hier kannst du Übers Beten nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Wofür betest du, wenn du betest?
Und verändert das etwas?
Probiere es doch einfach mal aus:
Erzähle Gott doch einfach mal was von dir.
Etwas von dem, was du tust.
Etwas von dem, was du denkst.
Etwas von dem, was du fühlst.
Und schau, was passiert.

In der Bibel steht, was Jesus und seine Freund*innen an ihrem letzten gemeinsamen Abend im Garten Getsemani miteinander erleben:
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, während ich bete! (…) Da ergriff ihn Furcht und Angst und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht! Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst. Markus 14,32-37
Was tust du, wenn du Angst hast?
Wegrennen? Wie gelähmt sein? Schreien? Die Bettdecke über den Kopf ziehen? Jemanden anrufen?

Jesus betet, als er Angst hat.
Bittet darum, dass die Gefahr an ihm vorbeigeht.
Doch diese Bitte wird nicht erhört.
Jesus weiß, dass beten kein Wunschkonzert ist.
Trotzdem betet er weiter.
Vielleicht, weil er weiß, dass das Gebet irgendwann ihn verändert.
Dass die Angst in ihm irgendwann kleiner wird.
Und der Mut wieder größer.

Zum Anhören
„Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt.“
Ihr ins Gesicht schaust.
Sie in den Arm nimmst.
Dich von ihr herausfordern lässt
und dabei die Führung behältst.

Alexa Feser, Mut

Zum Beten
Gib mir Mut,
Karos zu tragen,
auch, wenns nicht passt,
die Wahrheit zu sagen,
hinzuschauen,
Luftschlösser zu bauen, die Welt zu träumen und aufzuräumen, mit Arg und Wohn.
Mit Schwachen zu lachen und Sachen zu machen wie Kopfstand im Kopf – Stopp.
Mach mir Mut, mach mich gut.

Ich wünsche mir Mut für…

(aus. Siehst du mich? Niemeyer)

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Dritte.
Hier kannst du Übers wütend sein nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Als ich meinen kleinen Bruder vor langer langer Zeit einmal so richtig auf die Palme gebracht habe, brüllte er mir entgegen: "Ich...bin...ein...VULKAN..." Dabei packte er unseren riesigen Esstisch an der Platte und versuchte ihn anzuheben. Damals fand ich das irgendwie witzig, heute kann ich ihn gut verstehen und fühle mich selbst ab und an wie ein kleiner Vulkan kurz vor dem Ausbruch...Du kennst das sicher auch. Wut im Bauch und eine kleine Welle an Energie die sich Bahnen bricht, oder?

In der Bibel steht, wie einer von Jesu Freunden bei dessen Gefangennahme wütend wird und zum Schwert greift:

Noch während Jesus redete, kam Judas, einer der Zwölf, mit einer Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt worden. Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es. Nehmt ihn fest, führt ihn sicher ab! Und als er kam, ging er sogleich auf Jesus zu und sagte: Rabbi! Und er küsste ihn. Da legten sie Hand an ihn und nahmen ihn fest. Einer von denen, die dabeistanden, zog das Schwert, schlug auf den Diener des Hohepriesters ein und hieb ihm das Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen. Tag für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte und ihr habt mich nicht verhaftet; aber so mussten die Schriften erfüllt werden. Da verließen ihn alle und flohen. Markus 14,43 -50

Viktor E. Frankl, ein österreichischer Psychiater, der das Konzentrationslager Ausschwitz überlebte, hat einmal gesagt: „Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen“

Der Jünger griff zum Schwert. Reagierte mit Gewalt.
Jesus reagierte anders. Er entscheidet sich gegen Gewalt.

Wenn wir merken, die Wut kommt, bricht sich ihre Bahnen, will raus... und ich kann entscheiden, wie?
Bestimmt nicht immer...aber immer wieder?

Zum Beten
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.

Wo Hass herrscht, lass mich Liebe entfachen.
Wo Beleidigung herrscht,
lass mich Vergebung entfachen.
Wo Zerstrittenheit herrscht, lass mich Einigkeit entfachen.
Wo Irrtum herrscht,
lass mich Wahrheit entfachen. Wo Zweifel herrscht, lass mich Glauben entfachen. Wo Verzweiflung herrscht, lass mich Hoffnung entfachen. Wo Finsternis herrscht, lass mich dein Licht entfachen. Wo Kummer herrscht, lass mich Freude entfachen.
Nach Franz von Assisi

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Vierte
Hier kannst du Übers Ausreden lassen nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Das kann ich ja eh nicht!
Dafür bin ich viel zu undiszipliniert!
In Mathe war ich noch nie gut!
Dafür hab ich keine Zeit!
Das wird nur peinlich!

Diese Woche geht es ums Ausreden lassen.
Darum einfach mal alle Ausreden sein zu lassen.

Überlege: Welche Ausreden kennst du von dir?

In der Bibel steht, was Petrus erlebt, nachdem sein Freund Jesus gefangen genommen wurde.
Als Petrus unten im Hof war, kam eine von den Mägden des Hohepriesters. Sie sah, wie Petrus sich wärmte, blickte ihn an und sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret zusammen. Doch er leugnete und sagte: Ich weiß nicht und verstehe nicht, wovon du redest. Dann ging er in den Vorhof hinaus. Als die Magd ihn dort bemerkte, sagte sie zu denen, die dabeistanden, noch einmal: Der gehört zu ihnen. Er aber leugnete wieder. Wenig später sagten die Leute, die dort standen, von Neuem zu Petrus: Du gehörst wirklich zu ihnen; du bist doch auch ein Galiläer. Da fing er an zu fluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. Gleich darauf krähte der Hahn zum zweiten Mal und Petrus erinnerte sich an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen. Markus 14,66-72
Als Petrus auf seinen Freund Jesus angesprochen wird
Redet er sich raus.
Stellt sich dumm.
Verneint.
Winkt ab.

Vielleicht redet er sich ein:
Wenn die mich gefangen nehmen, dass schaffe ich nicht.
Oder: Naja, so gut, waren wir jetzt auch nicht befreundet.
Oder: Wird schon nicht so schlimm sein, was sie mit Jesus tun.

Ich kenn das:
Mich dumm stellen, um etwas nicht tun zu müssen.
Angst zu bekommen und mir dann einzureden, dass es mir eigentlich ja auch gar nicht so wichtig ist.
Mich rauszureden, weil ich mir eingeredet habe, es eh nicht zu schaffen.

Zum Anhören
Oft ist es die Angst, die sich hinter allen unseren Ausreden versteckt.
Gut getarnt, kommt sie dann und tanzt mit uns, solange bis wir den Boden unter unseren Füßen verlieren und vergessen, was uns wichtig ist.
Bosse, Alter Affe Angst

Zum Beten
Herr!
Hol mich heraus aus der Herde der Nichtssager*innen,
Leisetreter*innen, Jasager*innen,
Schlaffies, Möchtegernen, Pseudogläubigen und Langweilern!
Lass mich laut Deine Nähe in jeder Faser meiner Existenz spüren;
auf dass ich es laut herausschreie, mein Leben!

Bruder Matty

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Fünfte.
Hier kannst du Übers Fallen und Aufstehennachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Meistens bin ich eine ziemliche Perfektionistin. Mache Dinge lieber richtig als sie überhaupt nicht zu machen.
Und wenn ich mir etwas in den Kopf setze, will ich es auch durchziehen.
Aber bei all meinem Perfektionismus, liegen dann doch oft ein paar Stolpersteine auf dem Weg.
Plötzliches, Ungeplantes, Spontanes, Schönes und Sorgenvolles.
Und oft genug bleibe ich daran hänge und falle.
Was fängt mich auf, wenn ich falle?

Überlege: Was bringt dich ins Stolpern?

In der Bibel steht, was die Soldaten mit den gefangengenommenen Jesus taten:
Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen. Markus 15,20-21

Jesus geht seinen letzten Weg. Gerade und schön und einfach ist dieser Weg nicht.
Er wird dabei verspottet und ausgelacht. Unter der Last des Kreuzes, das er trägt, fällt Jesus.
Aber selbst in diesem Moment steht er nicht ganz verlassen da.
Simon trägt sein Kreuz für ihn weiter.

Wie ist das bei dir, wenn du stolperst:
Was oder wer fängt dich da auf?
Wer hilft dir vielleicht sogar, dich wieder aufzurappeln und aufzustehen?

Jesus Weg zum Kreuz zeigt uns: Wir werden im Leben auch schwere Last tragen und hinfallen.
Aber wir sind nicht alleine auf diesem Weg – und wir können auch wieder aufstehen und weitergehen.

Deshalb darf auch ich manches Risiko eingehen: Meinen Weg gehen, auch wenn ich vielleicht falle. Weil ich wieder aufstehen kann.

Zum Anhören
Auf dem eigenen Weg unterwegs zu sein ist oft ein ganz schönes Abenteuer.
Zum Glück, sind wir nicht alleine unterwegs.
So können wir rennen. Und wir dürfen stolpern.

Jupiter Jones – Rennen + Stolpern

Zum Nachdenken

Worauf vertraust du?

Auf meine Freunde
Dass der Boden trägt
Auf die Polizei
Auf Google
Auf meine Eltern
Dass die Ampel wieder grün wird
Auf ein Versprechen
Dass niemand schießt
Auf unsichtbare Mächte
Auf den Wetterbericht
Auf meine Fähigkeiten
Auf mein Gefühl
Auf das Navi
Dass die Sonne aufgeht
Auf einen Anwalt
Dass ein Engel hinter mir steht
Auf den Instinkt von Tieren
Auf Geld
Dass das Seil nicht reißt
Auf Markenprodukte
Auf mein Horoskop
Auf das Unsagbare
Auf…
Auf…
Auf…

(aus: Siehst du mich? Niemeyer)

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Sechste.
Hier kannst du Über Freundschaft nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Gemeinsam Kaffee trinken – in letzter Zeit dann eben oft per Videocall.
Mir vor lauter Lachen den Bauch halten.
Mit verheulten Augen vor der Tür stehen und ohne Fragen reinkommen können.
Gemeinsam Pläne für den Sommer schmieden.
Dieselben Geschichten auch noch zum 10. Mal erzählen.
Sich treffen, weil zusammen langweilen besser ist als alleine.

Überlege: Wo erlebst du Freundschaft?
In der Bibel steht, wie Jesus von einigen seiner Freundinnen bis zu seinem Tod am Kreuz begleitet wird:
Auch einige Frauen sahen von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren. Markus 15, 40-41


Freundschaft heißt da zu sein, wenn andere einen brauchen.
Da zu sein, auch wenn das alles ist, was man noch füreinander tun kann.
Da zu sein, auch über alle Abstände hinweg.

Zum Nachmachen

Lasse deinen Freund*innen ein kleines Zeichen zukommen, das aussagt „Ich bin da für dich!“
Einige Ideen:
□ Morgens eine „Guten Morgen, hab einen wundervollen Tag!“ Nachricht verschicken.
□ Eine Postkarte schreiben – wir können doch gerade alle ein bisschen Sonnenschein gebrauchen.
□ Sich zu einer virtuellen Kaffee-Pause per Videocall verabreden – 15 Minuten, die euren Tag retten können!
□ Gemeinsam eine Runde Spazieren gehen und dabei als erstes fragen: Wie geht es DIR? Erzähl mal!
□ Für einen lieben Menschen beten. Weil du weißt, dass er*sie gerade Kraft braucht.
□ Ein kleines Care-Paket packen und verschicken.

Zum Anhören
Juli – Wir beide

Sag mal: Wissen deine Freunde eigentlich, wie wichtig sie für dich sind?
Sag es ihnen doch mal wieder!

Zum Nachdenken
„Bodensatz“
nannte uns
eine aus der Runde

nicht hübsch
das Wort
aber sie meinte

bei keiner
aus der neuen Stadt
ist sie so

daheim
seelisch nackt
so aufgehoben

rigoros
angenommen
im bloßen Sein

so betrachtet
ist Bodensatz
unbezahlbar

(Beate Epting)

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Siebte.
Hier kannst du Übers Vergeben nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Mahatma Gandhi, der indische Freiheitskämpfer sagte:
Niemand kann mich ohne meine Erlaubnis verletzen.

Stimmt das?
Jedenfalls lohnt es sich, das mal auszuprobieren.
Denn, wie machtvoll wären wir, könnten wir selbst entscheiden, was uns verletzt und was nicht.
Also: Wem oder was gestatte ich heute nicht, mich zu verletzen?

In der Bibel steht, wie Jesus am Kreuz hängend, denen vergibt, die ihn verletzten.
Sie kamen an den Ort, der Schädelhöhe heißt; dort kreuzigten sie Jesus und die Verbrecher, den einen rechts von ihm, den andern links. Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Lukas 24,33-34

Jesus ist nicht vor seinen Feinden geflohen.
Er hat sich auch nicht den Mund von ihnen verbieten lassen.
Im Gegenteil. Er hat sich verletzbar gemacht.
Hat sich ans Kreuz schlagen lassen.
Und dennoch, bleibt etwas in ihm unzerstörbar.
Scheint etwas in ihm unverletzlich:
Seine Fähigkeit zu vergeben.
Denen zu vergeben, die ihn verletzten.

Zum Anhören
Es fällt nicht leicht
zu versteh'n
warum wir manchmal
die falschen Wege geh'n."
Du, ich, ein*e Freund*in, ein Dir fremder Mensch...wir alle machen Fehler, verletzen damit andere, unsere Umwelt, uns selbst.

Radio Doria- Jeder meiner Fehler

Zum Beten
Das Wort, das ich nicht sprach

Wo ist das Wort, das ich nicht sprach?
Wo ist das Streicheln, das ich nicht tat?
Wo ist die Geste, die ich nicht machte?
Wo ist der Blick, den ich nicht schickte?
Wo ist das Gefühl, das ich nicht empfand?
Wo ist die Hand, die ich nicht reichte?
Wo ist die Teilnahme, die ich nicht entgegenbrachte?
Wo ist das Interesse, das ich nicht zeigte?
Vater, vergib mir meine Schuld…

Wo ist das Wort, das ich nicht hörte?
Wo ist das Streicheln, das ich nicht empfing?
Wo ist die Geste, die ich nicht sah?
Wo ist der Blick, den ich nicht bekam?
Wo ist das Gefühl, das ich nicht spürte?
Wo ist die Hand, die ich nicht fand?
Wo ist die Anteilnahme, die ich nicht erhielt?
Wo ist das Interesse, das ich nicht empfand?
…wie auch ich vergebe meinen Schuldigern.

Sylke-Maria Pohl

Ob zufällig oder ganz gezielt. Du stehst vor einer Station des Kreuzwegs Übers Leben.
Acht Plakate gehören dazu. Dieses ist das Achte.
Hier kannst du Übers Licht suchen und finden nachdenken.

Wenn du den Kreuzweg gemeinsam mit anderen gehst, kann jede*r von euch einen Teil der Station den anderen vorlesen.

Zum Nachdenken
Wenn es Dunkel ist, suchen wir nach Licht.
Wir sind froh, wenn wir einen Lichtschalter gefunden haben, wenn Kerzenschein warmes Licht gibt, wenn die Sonne scheint, wenn wir sehen, wo es lang geht.

Manchmal, sind wir es selbst, die für andere diese Funktion übernehmen.
In der Bibel steht, wie die Freundinnen Jesu am dritten Tag nach seinem Tod zu seinem Grab gehen.
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Und es geschah, während sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Lukas 24,1-6
Noch ist es Nacht. Die Frauen tappen im Dunkeln. Sind ratlos. Sind traurig.
Auf der Suche nach Hoffnung.
Und auf einmal schauen sie ins Licht. Sind geblendet. Erschrecken.
Unverhofft finden sie eine Lichtspur.
Und folgen ihr.

Wo suchst du heute nach Licht?

Zum Nachdenken
Perspektivwechsel:
Im Dunkeln zu tappen heißt nicht, blind zu sein.
In der Dunkelheit zu stehen, heißt nicht, nicht da zu sein.
Ins Licht zu sehen, heißt nicht gleich, sehen zu können.
Im Licht zu sein, heißt nicht gleich, für andere zu strahlen.

Wer im Dunkeln vor mir läuft, weist mir den Weg, lenkt meine Bahn.
Wer für mich in der Dunkelheit steht, steht für mich da, wo ich nicht sein möchte.
Wer für mich ins Licht sieht, sorgt dafür, dass ich nicht geblendet werde.
Wer für mich im Licht steht, spendet mir einen Schatten, in dem ich mich auch mal ausruhen kann.

Zum Anhören
„Diesem Morgen kann man vertrauen, auch wenn man‘s abends nicht glaubt.“
Licht zu sehen, bedeutet, dass wir die Augen aufmachen müssen, ansonsten sind wir selbst die, die uns in der Dunkelheit sitzen lassen.
Fynn Kliemann, Morgen
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Zum Beten
Ein anderes Danken…

Danke für jeden Tag,
an dem ich keine Schmerzen habe.
Danke für jeden Tag, an dem ich nicht verletzt werde.
Danke für jeden Tag, an dem ich nicht einsam bin.
Danke für jeden Tag, an dem ich keinen Streit erleben muss.
Danke für jeden Tag, an dem du nicht fern von mir bist.
Danke für jeden Tag, an dem ich keine Liebe verliere.
Danke für jeden Tag, an dem Du in mir bist!

Sylke-Maria Pohl